Schreien kann nerven.
Schütteln kann töten.

„Drei Sekunden schütteln und ein ganzes Leben ist zerstört! Wir müssen dringend die Öffentlichkeit aufklären und entsprechende Maßnahmen einleiten. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit dem Deutschen Kinderverein in Essen und hoffe sehr, dass wir bald eine Kampagne präsentieren können, die Eltern, Ärzte und Jugendämter für dieses so wichtige Thema sensibilisiert. Schütteltrauma darf in der Zukunft kein Thema mehr in der Rechtsmedizin sein. Das ist meine Vision.“

Prof. Dr. Michael Tsokos

Aufklärung, Information, Enttabuisierung

In Zusammenarbeit mit den Rechtsmedizinern Prof. Dr. Michael Tsokos und Dr. Saskia Etzold erarbeiten wir derzeit ein Konzept zum Thema Schütteltrauma. Zu diesem so wichtigen Thema existiert in Deutschland keine öffentliche Kampagne, die über das „gefährliche Schütteln“ eines Kindes aufklärt und informiert. So ist beispielsweise eine aktive Hotline in Planung, die über eine 24-stündige Erreichbarkeit verfügt. Hinterlegt werden sollen komplexe Datenbankinhalte, die überforderten Eltern Auskunft geben soll, beispielsweise über einen Kinderarzt oder eine Schreiambulanz, die sich in räumlicher Nähe der Eltern befindet. Eine solche Vernetzung einzelner Dienste und Einrichtungen soll Wissen und medizinischen Rat bündeln und so überforderten Eltern zugänglich gemacht werden. Weitere Maßnahmen sind die Realisierung von Flyern, die bei Kinder- und Jugendärzten ausgelegt werden sollen, ein TV-Spot, eine Webseite, Radiospots und eine breit angelegte Anzeigenkampagne.

Foto: Jörn Stollmann