GEGEN KINDESMISSHANDLUNG.
FÜR DIE RECHTE VON KINDERN.

Sie werden getreten, geschlagen, gequält, und jeden dritten Tag stirbt eines von ihnen. Mitten unter uns. Kindesmisshandlung ist immer noch trauriger Alltag in unserem Land: Jedes sechste Kind leidet an körperlicher Gewalt und muss damit (über) leben. Das bewegt und berührt uns.

Oft wird erst eingeschritten, wenn eine Straftat bereits begangen wurde und Kinder psychische oder physische Verletzungen ertragen haben, die hätten verhindert werden können. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Uns geht es nicht um Schuldzuweisungen, sondern um neue Rahmenbedingungen in der Kinder- und Jugendhilfe.

Grundlage unseres Handelns bildet die UN-Kinderrechtskonvention aus dem Jahr 1989. Wir finden, diese Kinderrechte gehören ins Grundgesetz. Mit besonderem Augenmerk auf Artikel 19, der sich gegen Gewaltanwendung, Misshandlung und Verwahrlosung von Kindern äußert.

Die traurige Wahrheit:

2013

153 getötete Kinder
4051 Misshandlungen

2014

108 getötete Kinder
4233 Misshandlungen

2015

130 getötete Kinder
3929 Misshandlungen

WAS WIR ERREICHEN WOLLEN.

Oberstes Ziel ist die grundlegende Verbesserung des Kinderschutzes in Deutschland. Der Deutsche Kinderverein will bundesweit als kompetente Leitstimme agieren und als Impulsgeber die Aufgabe als Kinderlobbyist gegen Kindesmisshandlung wahrnehmen.

Unsere Ziele:

Gesetzliche Normierung der rechtsmedizinischen Schulung von Mitarbeitern des Jugendamtes und Kinderschützern.
Valide Evaluation von Jugendhilfemaßnahmen für Jugendämter und freie Träger.
Bessere finanzielle Ausstattung und Aufstockung der personellen Ressourcen (Fachkräfte) der Jugendämter.
Fallobergrenzen für Mitarbeiter des Jugendamtes.
Veränderungen im Heilberufe- und Bundeskinderschutzgesetz, um Kindesmisshandlung schnell und effektiv begegnen zu können.
Bessere Qualifikation der Familienrichter. Oft werden Richter ohne besondere Qualifikation zu Familienrichtern berufen, ohne Fortbildung zu Kinderrechten und kindgerechter Anhörung.
Kinderschutz muss fester Bestandteil der ärztlichen Ausbildung werden. Hier sind Fortbildungen bisher freiwillig und gehören nicht zur ärztlichen Fortbildung.
Gesetzliche Pflicht von Früherkennungsuntersuchungen U1 – U9 für Kinder (bis zum sechsten Lebensjahr), um Kindeswohlgefährdung zu vermeiden.
Aufklärung, Information, Sensibilisierung der Politik, Öffentlichkeit und relevanter Institutionen.